Seitdem ich angefangen habe zu arbeiten komme ich natuerlich noch seltener dazu ins Internet zu gehen. Jetzt schreibe ich nach Feierabend von der Arbeit aus. Deswegen kann ich auch keine weiteren Bilder hochladen. Aber das Wochenende kommt ja mit grossen Schritten und da hoffe ich dann etwas mehr Zeit zu haben.
Also erstmal ein kurzer Zwischenbericht von der Arbeit. Ich habe ja am Montag hier angefangen und arbeite jetzt taeglich von 9-17 Uhr. Die Dresscode ist Anzug ohne Krawatte, aber zum Glueck ist hier alles klimatisiert. Ich habe einen grossen eigenen Schreibtisch bekommen mit einem sehr schnellen Rechner, eigenem Telefon und 2 (ich liebe die) TFT Monitoren. Ich glaube wenn ich wieder in Deutschland bin hole ich mir auch einen zweiten Monitor, damit ich so schoen die Sachen von hin und herschieben kann.
Als ich am ersten Tag hier ankam, hatte ich die allgemein bekannte Praktikantenroutine erwartet....d.h. den ganzen Tag rumsitzen und erstmal warten bis jemand fuer einen zustaendig ist. So sollte es jedoch nicht sein. Ich wurde an der Rezeption direkt vom Chef des Ingenieursteams abgeholt und in einem kurzen Rundgang den meisten der fuer mich relevanten Leute hier vorgestellt. Danach wurde ich kurz in meinen Arbeitsplatz vom IT-Manager eingewiesen und dann sollte ich loslegen. Mir wurden ein Haufen Zeichnungen vorgelegt und eine Nummer in Sydney gegeben und dann sollte ich dort mit jemanden Kontakt aufnehmen der mir erklaert was ich mit den Zeichnungen machen soll. Das habe ich dann auch gemacht und waere fast verzweifelt, denn wenn man gerade angekommen ist und eh noch feuchte Haende hat und man dann mit jemanden in Sydney spricht, der einem so schnell tausend Fachbegriffe auf Englisch in den Hoerer nuschelt das man gar nichts versteht, dann kann man echt die Krise bekommen. Zum Glueck hat mich dann mein Chef vorerst nochmal zur Seite genommen um mir das Projekt im Ganzen zu erklaeren und er spricht sehr ruhiges und klares Englisch, so dass ich wenigstens hierbei alles kapiert hatte. Ich musste ihm dann aber sagen, dass ich einfach nicht weiss was ich machen soll, da ich nicht verstanden habe was "Sydney" von mir moechte. Zum Glueck war dann erstmal Feierabend und ich bin ziemlich frustriert nach Hause gegangen.
Der zweite Tag sollte dann aber sehr viel besser werden!!! Mir wurde direkt morgens eine Ingenieurin an die Seite gestellt, die mir das was ich machen sollte dann in Ruhe in ca. 1 Stunde erklaert hat und dann hatte ich endlich kapiert worum es ging. Also habe ich direkt losgelegt zu zeichnen. Nachdem man mir erklaert hat, dass man die Hoererlautstaerke am Telefon aendern kann, habe ich dann auch einen zweiten Versuch mit dem Ingenieur in Sydney gewagt und siehe da, ich habe sogar verstanden was er von mir wollte. Seitdem spreche ich taeglich ca. 1 Stunde mit den Leuten im Buero in Sydney und den Rest arbeite ich dann an den Zeichnungen. Grundsaetzlich bin ich derzeit dabei verschiedene bereits vorhandene Zeichnungen von sogenannten "Expansion Joints" (das sind Verbindungen von Luftkanaelen die an einer Abgasreinigunsanlage von einem Kraftwerk sitzen und dazu dienen die Dehnung der Kanaele durch die Hitze der Abgase auszugleichen (verstaendlich??)) abzuaendern. Da sich etwas an den Rahmen geaendert hat und auch am Aufbau. Nach ein paar Tagen bekomme ich auch immer mehr Routine in dem was ich mache und ein Lob vom Chef gabs auch schon :)!
Also alles in allem, bin ich sehr zufrieden mit meinem Anfang hier bei Outotec (mal abgesehen vom ersten Tag) und sehr froh, dass ich kein "ich bin der Kaffeekocher vom Dienst Praktikum" bekommen habe. Denn so fuehlt man sich wirklich hilfreich und nicht nutzlos und vor allem geht die Zeit auch sehr viel schneller um.
So das war ein nun ziemlich umfassender Ueberblick von der Arbeit, jetzt werd ich Feierabend machen und ab nach Hause fahren.
Ich hoffe ich kann am Wochenende mit spannenderen Infos aus Melbourne dienen :))!
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